PAUKENSCHLAG BEI VW! KONZERN LEGT DEN ELEKTRO-GOLF AUF EIS – MARKENCHEF: „WIR KÖNNEN UNS DIESE ARBEITEN GERADE SCHLICHT NICHT LEISTEN“! MILLIARDEN-VERLUST, JOBABBAU, WERKE AUF DER KIPPE – WIE LANGE GEHT DAS NOCH GUT?

Symbolfoto: abgedecktes Auto vor einer alten Backstein-Autofabrik mit Schornsteinen unter dunklen Gewitterwolken
Symbolfoto – Bild KI-generiert

Wolfsburg – Paukenschlag beim größten Autobauer Europas! Volkswagen drückt beim elektrischen Golf auf die Pausetaste. Die Entwicklungsvorleistungen für den künftigen ID. Golf werden vorerst ausgesetzt – weil schlicht das Geld fehlt! VW-Markenchef Thomas Schäfer sagt es selbst ganz offen: „Wir können uns diese Arbeiten gerade schlicht nicht leisten.“ Ausgerechnet der Golf, das Herz der Marke, das Symbol des deutschen Autobaus – jetzt auf Eis gelegt!

Die Nachricht kam am Freitag, dem 30. Oktober 2026. Schäfer äußerte sich in einem im VW-Intranet veröffentlichten Interview, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Darin heißt es: „Wir können uns diese Arbeiten gerade schlicht nicht leisten.“ Und weiter: „Wir können kein Geld ausgeben, das wir nicht verdienen. Wir pausieren, wir streichen nicht.“ Ziel sei es, die Arbeiten so schnell wie möglich wieder aufzunehmen. Dafür müssten aber die Kosten weiter sinken. Der Markenchef wählte deutliche Worte: „Die Lage ist ernst.“ Das Sparprogramm sei ein Marathon. „Aber eines ist auch klar: Ein kleiner Sprint würde uns gerade helfen.“

Wichtig für die Einordnung: Gestrichen ist der ID. Golf nach offizieller Darstellung nicht. Volkswagen spricht ausdrücklich von einer Pause. Die Behauptung, der E-Golf „könne nicht entwickelt werden“, geben die Quellen so nicht her – wohl aber, dass VW die Vorarbeiten aus Kostengründen derzeit nicht finanzieren will. Bestätigt wurde der Schritt auch offiziell: In der Pressemitteilung der Brand Group Core zu den Neunmonatszahlen erklärte Marken-Finanzvorstand David Powels wörtlich: „Eine konkrete Maßnahme bei der Marke Volkswagen ist deshalb, die Entwicklungsleistungen für den künftigen ID. Golf vorrübergehend zu pausieren, bis wir die nötigen Investitionen sicher abbilden können.“ Zuvor sagte er: „Das Marktumfeld bleibt sehr anspruchsvoll – und Sondereffekte belasten unser Ergebnis.“

Der Kern des Problems liegt im eigenen Stammwerk! Laut Schäfer verfehlt das Werk Wolfsburg seine Sparziele: Im laufenden Jahr fehlen dort rund 300 Millionen Euro zum Kostenziel. Die Werke in Emden und Zwickau lägen bei der Senkung der Fabrikkosten dagegen im Plan. Achtung: Die 300 Millionen Euro beschreiben laut heise die Lücke des Werks – nicht die Kosten des Golf-Projekts. Wie viel die ID.-Golf-Vorleistungen kosten und welchen Anteil sie am Wolfsburger Sparziel haben, hat VW nicht beziffert. Ebenso offen: ob Konstruktion, Erprobung, Software oder Zulieferer-Aufträge komplett stillstehen oder teilweise weiterlaufen – und wann es wieder losgeht.

Und der Zeitplan? Der wackelt schon lange! Für den Marktstart spricht VW inzwischen von „Anfang der 2030er-Jahre“. Im Frühjahr war intern laut heise noch von einem Start „in Richtung 2030“ die Rede. Ursprünglich war der ID. Golf Berichten zufolge für 2028 geplant, später für 2029. Gebaut werden soll er im Stammwerk Wolfsburg – zuerst soll dort aber ein elektrischer T-Roc auf der neuen Plattform anlaufen, der Golf folgt danach. Der Golf mit Verbrennungsmotor läuft laut auto motor und sport derzeit noch in Wolfsburg vom Band, seine Produktion soll später nach Mexiko verlagert werden. Für Golf und T-Roc zusammen hatte der Betriebsrat 2025 ein Volumen von mehr als 500.000 Fahrzeugen pro Jahr in Wolfsburg genannt.

Technische Basis ist die neue Einheitsplattform SSP (Scalable Systems Platform) – eine rein elektrische, volldigitale Plattform mit einheitlicher Software-Architektur, auf der künftig ein Großteil der Konzernmodelle aller Marken basieren soll. Geplant waren laut heise mehr als 40 Millionen Fahrzeuge. Laut Reuters war der Start der Plattform ursprünglich für 2026 vorgesehen, hat sich aber verzögert. Heißt im Klartext: Stockt die Arbeit an der SSP weiter, könnte das über den Golf hinaus weitere Modelle treffen. Welche genau, lässt sich aus den bisherigen Angaben nicht ableiten.

Der Betriebsrat versucht zu beruhigen. In einem Intranet-Beitrag, der der dpa vorliegt, heißt es: „Die Pause bedeutet nicht, dass der ID.Golf tatsächlich verzögert an den Start gehen wird, Zeitverzug lässt sich aufholen.“ Doch selbst die Arbeitnehmervertreter schlagen Alarm: Der vorläufige Ausgaben-Stopp sei ein weiteres Anzeichen für die angespannte finanzielle Lage des Konzerns. Deutlich skeptischer ist Auto-Expertin Helena Wisbert von der Ostfalia Hochschule: Fahrzeugentwicklungen seien eng getaktet, frühe Verzögerungen könnten den Produktionsstart nach hinten schieben. Das sei kritisch, weil elektrische Klein- und Kompaktwagen gerade gefragt seien. Für ID. Polo, ID. Cross, Škoda Epiq und Cupra Raval gibt es laut VW bereits rund 150.000 Bestellungen.

Die nackten Zahlen der Kernmarke sind ernüchternd! Die Brand Group Core kam in den ersten neun Monaten 2026 auf ein operatives Ergebnis von 4,33 Milliarden Euro – nach 4,72 Milliarden Euro im Vorjahr. Die operative Umsatzrendite sank von 4,4 auf 4,1 Prozent. Absatz (3,75 Millionen Fahrzeuge) und Umsatz (106,4 Milliarden Euro) lagen nahezu auf Vorjahresniveau. Die Marke Volkswagen Pkw allein erreichte nur 813 Millionen Euro und eine Rendite von 1,3 Prozent – im dritten Quartal laut NDR sogar einen Verlust von 182 Millionen Euro. Belastet haben Restrukturierungskosten, der angestrebte Verkauf der Volkswagen Osnabrück GmbH und das Aus der ID.4-Produktion im US-Werk Chattanooga.

Dabei gibt es durchaus Lichtblicke – nur eben nicht beim Golf. Laut VW-Mitteilung feierte der neue ID. Tiguan vor wenigen Wochen Weltpremiere. Die gemeinsam entwickelte „Electric Urban Car Family“ (ID. Polo, ID. Cross, Škoda Epiq, Cupra Raval) entsteht unter Projektleitung von SEAT & CUPRA in Martorell und Pamplona – also in Spanien, nicht in Niedersachsen – und soll über den gesamten Produktlebenszyklus ein Synergiepotenzial von rund 600 Millionen Euro erschließen. Für Wolfsburg bleibt die bittere Botschaft: Das Stammwerk verfehlt sein Sparziel, und das wichtigste Zukunftsprojekt des Standorts liegt vorerst still.

Pikant: Ausgerechnet die Elektro-Offensive drückt die Gewinne! Finanzvorstand Powels sagte laut heise über die E-Autos: „Gleichzeitig erreichen sie noch nicht die Margen unserer Verbrenner-Modelle – der wachsende BEV-Anteil erhöht damit aktuell nochmals den Kostendruck.“ Die Nachfrage nach E-Autos steige, gehe aber zulasten ertragsstärkerer Verbrenner. Abhilfe sollen niedrigere Produktkosten und Skaleneffekte bringen – genau dafür bräuchte VW allerdings Volumenmodelle auf der SSP wie den ID. Golf, dessen Vorleistungen nun ruhen. Ein Teufelskreis!

Und der Gesamtkonzern? Tiefrot! Erst am Donnerstag, dem 29. Oktober, hatte Volkswagen seine Quartalszahlen vorgelegt: Im dritten Quartal (Juli bis September) lag das Konzernergebnis nach Steuern bei rund minus 5,82 Milliarden Euro. Im Vorjahresquartal stand bereits ein Minus von gut 1,07 Milliarden Euro. Hauptgrund: Sondereffekte von 7,8 Milliarden Euro, allen voran eine Abschreibung auf den Firmenwert der Tochter Porsche von rund 6,4 Milliarden Euro – nicht zahlungswirksam, aber ein dicker Brocken. Dazu kamen das schwache China-Geschäft, Preis- und Wettbewerbsdruck, US-Zölle und der gestiegene Anteil margenschwächerer E-Autos. Der Umsatz sank um 6,3 Prozent auf rund 75,3 Milliarden Euro.

Auch beim Absatz geht es bergab: Von Juli bis September lieferte der Konzern 1,89 Millionen Fahrzeuge aus – fast 14,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In China wurden im dritten Quartal nur knapp 406.000 Fahrzeuge verkauft – ein Einbruch um 38,5 Prozent! Bis Ende September übergaben die Konzernmarken gut sechs Millionen Fahrzeuge, rund 600.000 oder 9,0 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Konzern-Finanzchef Arno Antlitz: Nach neun Monaten habe die bereinigte operative Umsatzrendite 3,8 Prozent betragen. „Das ist zu wenig, um weiter kraftvoll in unsere Zukunft zu investieren.“ Für 2026 rechnet VW mit rund 315 Milliarden Euro Umsatz – 2025 waren es noch 321,9 Milliarden Euro. Die VW-Aktie notierte am Donnerstagvormittag laut WirtschaftsWoche bei 68,82 Euro.

Und die Beschäftigten? Für sie wird es immer enger! Bereits vereinbart ist der Abbau von 50.000 Stellen konzernweit bis 2030. Doch laut tagesschau.de und WirtschaftsWoche stehen weitere 50.000 Jobs sowie vier Werke in Deutschland auf der Kippe. Der Plan des Vorstands sieht laut WiWo Einsparungen von 31 Milliarden Euro vor, die Produktionskapazität soll weiter sinken. Bei der Kernmarke beginnen im November die Gespräche mit den Arbeitnehmern. Am 30. September beschäftigte der Konzern weltweit 614.500 Menschen – Ende 2025 waren es noch etwa 628.900. Bei der Tochter Porsche wurde zudem der sozialverträgliche Abbau von weiteren 5.000 Stellen bis 2035 vereinbart.

KOMMENTAR / MEINUNG: Wann geht dieser Konzern endlich unter? Diese Frage stellen sich gerade viele Leser, viele Pendler, viele Zulieferer und wohl auch manche Beschäftigte am Mittellandkanal. Die ehrliche Antwort: Untergang ist derzeit nicht in Sicht – Volkswagen setzt weiter Hunderte Milliarden um, verkauft Millionen Autos und spricht ausdrücklich von einer Pause, nicht vom Aus. Aber die Frage ist berechtigt, weil das Bild so verheerend wirkt. Wenn ein Weltkonzern öffentlich sagt, er könne sich die Entwicklung seines wichtigsten Modells gerade nicht leisten, dann ist das ein Offenbarungseid für die gesamte Strategie der vergangenen Jahre.

Man muss kein Autoexperte sein, um die Fehler zu benennen: Eine Elektro-Wende, die politisch verordnet und mit Druck aus Berlin und Brüssel durchgedrückt wurde, eine Software-Plattform, die immer wieder später kommt, ein China-Geschäft, das wegbricht, Energiepreise und Bürokratie, die den Standort Deutschland belasten – und ein Management, das trotz allem lange so tat, als laufe alles nach Plan. Am Ende zahlen nicht die Vorstände die Zeche, sondern die Menschen am Band, in der Entwicklung und bei den Zulieferern.

Unsere Meinung: Volkswagen ist nicht am Ende – aber Volkswagen ist an einem Wendepunkt. Entweder gelingt jetzt der radikale Kurswechsel hin zu bezahlbaren Autos, die die Kunden wirklich wollen, oder der einstige Stolz der deutschen Industrie wird Stück für Stück kleiner. Ob aus der Pause ein Neustart wird oder der Anfang vom Abschied, entscheidet sich nicht in Sonntagsreden, sondern in den kommenden Verhandlungen in Wolfsburg.

Fazit: Milliarden-Verlust, zehntausende Jobs in Gefahr, vier deutsche Werke auf der Kippe – und jetzt fehlt sogar das Geld für den Elektro-Golf! Der Golf war jahrzehntelang das Auto der Deutschen. Dass ausgerechnet er auf Eis liegt, ist ein Alarmsignal für den ganzen Industriestandort Deutschland!

Quellen:
Handelsblatt/Reuters – Volkswagen pausiert Entwicklung des ID.Golf: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autobauer-volkswagen-pausiert-entwicklung-des-id.golf/100266146.html
heise autos – Kein Geld fürs E-Auto: VW drückt beim elektrischen Golf auf Pause: https://www.heise.de/news/Volkswagen-pausiert-Entwicklungsvorleistungen-fuer-den-ID-Golf-11506496.html
Tagesspiegel/dpa – Sparzwang bei VW: Entwicklung des neuen E-Golfs ausgesetzt: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/dpa-krise-beim-autobauer-sparzwang-bei-vw-entwicklung-des-neuen-e-golfs-ausgesetzt-16219196.html
auto motor und sport – VW setzt Entwicklung des ID.Golf aus: https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/finanzielle-probleme-bei-volkswagen-vw-setzt-entwicklung-des-id-golf-aus/
Reuters (via U.S. News) – VW Suspends Work on Electric Golf as Retrenchment Hits HQ: https://money.usnews.com/investing/news/articles/2026-10-30/vw-suspends-work-on-electric-golf-as-retrenchment-hits-hq
Volkswagen Newsroom – Brand Group Core behauptet sich in schwierigem Umfeld: https://www.volkswagen-newsroom.com/de/pressemitteilungen/brand-group-core-behauptet-sich-in-schwierigem-umfeld-sondereffekte-beeinflussen-gesamtergebnis-erheblich-20800
finanzen.net – Wolfsburger stoppen Arbeit am elektrischen Golf vorerst: https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/working-capital-volkswagen-aktie-nach-verlust-vw-pausiert-entwicklung-des-elektro-golf-16022678
tagesschau.de – Milliardenverlust bei Volkswagen: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/volkswagen-milliardenverlust-102.html
ZDFheute – Volkswagen meldet Mega-Verlust von 5,82 Milliarden Euro: https://www.zdfheute.de/wirtschaft/unternehmen/vw-volkswagen-quartalszahlen-verlust-100.html
WirtschaftsWoche – VW-Quartalszahlen Q3: Volkswagen meldet Milliardenverlust: https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/vw-quartalszahlen-q3-volkswagen-meldet-milliardenverlust/100265812.html
Volkswagen Group – Porsche AG: Zukunftspaket: https://www.volkswagen-group.com/de/artikel/vorstand-und-gesamtbetriebsrat-der-porsche-ag-vereinbaren-zukunftspaket-20550

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