PUTSCH-ALARM IN BELARUS! MOSKAU WARNT VOR WESTLICHER „FARBREVOLUTION“

Minsk/Moskau – Geht es wieder los? Der russische Auslandsgeheimdienst SVR schlägt Alarm und warnt vor einer neuen Welle von Protesten gegen Machthaber Alexander Lukaschenko. Hinter den Kulissen sollen westliche Nichtregierungsorganisationen an einer groß angelegten Destabilisierung arbeiten – zeitlich abgestimmt auf die kommenden Präsidentschaftswahlen. Schon einmal habe es heftige Zusammenstöße im Land gegeben, damals sei die Ordnung nur mit Mühe wiederhergestellt worden. Nun, so der Vorwurf aus Moskau, würden in den USA, in Großbritannien, in Deutschland, in Polen und weiteren europäischen Staaten Ressourcen gebündelt, um erneut Druck aufzubauen und die verfassungsmäßige Ordnung in Belarus ins Wanken zu bringen. Ziel sei nichts Geringeres als ein politischer Umsturz durch anhaltende Massenproteste – eine klassische „Farbrevolution“.

Im Visier der Geheimdienstler stehen vor allem oppositionelle Netzwerke im Exil. Die einstige Galionsfigur der Proteste, Swetlana Tichanowskaja, die heute im Ausland lebt, habe laut Darstellung aus Moskau an Einfluss verloren. Auch andere Aktivisten, die sich in Litauen oder Polen aufhalten, hätten in den vergangenen Jahren kaum Wirkung entfaltet. Deshalb würden westliche Geldgeber nun nach neuen Gesichtern suchen, die eine Bewegung im Inneren des Landes anführen könnten. Die Strategie, so heißt es, beginne mit einer systematischen Bestandsaufnahme oppositioneller Kräfte, dem Aufbau finanzieller Strukturen und der Vorbereitung einer Protestwelle, die das politische System erschüttern soll. Der Begriff „Farbrevolution“ steht dabei für einen Machtwechsel durch lang anhaltende, meist als friedlich deklarierte Demonstrationen – doch Moskau warnt vor Eskalation und Chaos.

Brisant: Die Warnung fällt in eine Phase vorsichtiger Entspannung zwischen Minsk und Washington. Unter der Administration von Donald Trump seien zuletzt mehrere inhaftierte Aktivisten freigekommen, darunter auch Sergej Tichanowski, der Ehemann der Oppositionsführerin. Kaum auf freiem Fuß, ruft er seine Anhänger per Video dazu auf, die Bewegung finanziell zu stärken. Für den SVR ist das ein weiteres Indiz für neue Mobilisierungsversuche. Zugleich verweist Moskau auf andere Länder, in denen Protestbewegungen nach westlicher Unterstützung in lang anhaltende Krisen gemündet seien. In Belarus hingegen, so die Einschätzung, werde die Bevölkerung ausländische Einmischung nicht akzeptieren. Doch die Frage bleibt: Steuert das Land auf eine neue Bewährungsprobe zu – oder ist alles nur ein geopolitisches Warnsignal im Machtpoker zwischen Ost und West?

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