Berlin – Der Krieg im Nahen Osten hält Tausende Deutsche in Atem. Während Bomben und Raketen die Region erschüttern, organisiert die Bundesregierung hektisch Rückholflüge für gestrandete Urlauber. Doch die Rettung hat ihren Preis! Wer mit den von der Regierung gecharterten Maschinen nach Deutschland zurückfliegt, muss tief in die Tasche greifen. Nach Informationen aus Regierungskreisen werden pro Person rund fünfhundert Euro fällig – ein Betrag, der laut Auswärtigem Amt einem normalen Economy-Ticket entsprechen soll. Für Familien kann die Evakuierung damit schnell zur teuren Angelegenheit werden. Dennoch hoffen viele Betroffene, überhaupt einen Platz auf einem der begehrten Flüge zu bekommen, denn noch immer sitzen Zehntausende Deutsche in der Golfregion fest.
Der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung ist inzwischen in Deutschland gelandet. Eine Lufthansa-Maschine vom Typ Airbus A340 startete in der Nacht in Omans Hauptstadt Maskat und brachte mehr als zweihundert gestrandete Deutsche sicher nach Frankfurt. An Bord befanden sich vor allem besonders schutzbedürftige Menschen: ältere Reisende, Kranke, Schwangere, Kinder und Familien. Außenminister Johann Wadephul hatte zuvor angekündigt, dass genau diese Gruppen Vorrang erhalten sollen. Für viele Passagiere war der Flug die Rettung aus einer Region, in der wegen des eskalierenden Konflikts zahlreiche Flugverbindungen gestrichen wurden und Flughäfen teilweise im Chaos versanken.
Doch der Rettungseinsatz hat gerade erst begonnen. Schon in den kommenden Tagen sollen weitere Sonderflüge aus Maskat starten, jeweils mit Hunderten Passagieren an Bord. Die Bundesregierung organisiert dafür sogar Bus-Transporte aus den Emiraten in den Oman, damit gestrandete Deutsche überhaupt zum Abflugort gelangen können. Gleichzeitig hofft das Auswärtige Amt auf eine leichte Entspannung im Flugverkehr, denn täglich starten wieder hunderte Linienmaschinen von Dubai und Abu Dhabi in alle Welt. Trotzdem bleibt die Lage angespannt: Rund dreißigtausend deutsche Staatsbürger halten sich noch immer in der Golfregion auf – und viele von ihnen warten jetzt darauf, ob sie rechtzeitig einen Platz im nächsten Rettungsflieger bekommen.
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