Schon wieder ein Schock für Autofahrer und Fußgänger: Zehntausende moderne Chevrolet-Fahrzeuge müssen zurück in die Werkstätten, weil ein wichtiges Sicherheitssystem schlichtweg versagt. Ausgerechnet das Warnsystem, das Passanten vor leisen Elektroautos schützen soll, funktioniert nicht wie vorgeschrieben. Bundesbehörden schlagen Alarm und sprechen von einem ernsten Sicherheitsmangel. Was als fortschrittliche Technik verkauft wurde, entpuppt sich nun als riskante Fehlkonstruktion. Besitzer fühlen sich getäuscht und verunsichert.
Die Aufsichtsbehörden stellten fest, dass bestimmte Modelle die gesetzlichen Mindestanforderungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge nicht erfüllen. Grund dafür ist eine fehlerhafte Softwarekalibrierung im Fußgänger-Alarm-Soundsystem. Dadurch können die Fahrzeuge beim Anfahren nicht die nötigen Außengeräusche erzeugen. Gerade in Wohngebieten oder auf Parkplätzen, wo viele Menschen unterwegs sind, könnte das fatale Folgen haben. Experten warnen davor, dass sich Fußgänger in trügerischer Sicherheit wiegen, weil sie die herannahenden Fahrzeuge akustisch nicht wahrnehmen können.
Für General Motors ist der Vorfall ein peinlicher Rückschlag. Die Behörde macht deutlich, dass unter bestimmten Bedingungen nicht einmal zu erkennen sei, ob ein Fahrzeug beschleunigt oder langsamer wird. Genau diese akustischen Hinweise sind jedoch entscheidend für die Sicherheit im Straßenverkehr. Kritiker sprechen von schlampiger Entwicklung und werfen dem Konzern vor, die Risiken zu spät erkannt zu haben. Nun müssen die betroffenen Autos nachgebessert werden – doch das Vertrauen in die vermeintlich so sichere Elektrotechnik hat bereits schweren Schaden genommen.
