Ein schwarzer Tag für die Alpen und für alle Wintersportler. In den Bergen von Salzburg hat sich erneut eine furchtbare Tragödie abgespielt, die erfahrene Tourengeher und ganze Familien in tiefe Verzweiflung stürzt. Innerhalb weniger Stunden gingen gewaltige Schneemassen zu Tal und begruben Menschen unter sich, die nur die Ruhe der Natur genießen wollten. Was als sportlicher Ausflug begann, endete in einem Albtraum aus Eis, Kälte und Hoffnungslosigkeit.
Besonders dramatisch war das Schicksal einer Skitourengeherin im Pongau. Vor den Augen ihres eigenen Mannes wurde sie von einer Lawine erfasst und unter einer meterhohen Schneedecke verschüttet. Trotz verzweifelter Rettungsversuche kam jede Hilfe zu spät. Nur kurze Zeit später wiederholte sich das Grauen: Eine weitere Gruppe von Wintersportlern wurde von einer Lawine überrascht. Retter kämpften stundenlang gegen Zeit und Wetter, doch für mehrere der Verschütteten gab es keine Rettung mehr.
Experten und Bergretter schlagen nach den Unglücken Alarm. Immer wieder würden Warnungen vor akuter Lawinengefahr ignoriert, heißt es. Viele Abenteurer unterschätzten das Risiko und setzten ihr Leben leichtfertig aufs Spiel. Auch in der benachbarten Schweiz ereignete sich erst kürzlich ein ähnliches Unglück mit weiteren Opfern. Die Berge zeigen erneut ihre grausame Seite – und hinterlassen trauernde Angehörige, die mit der bitteren Frage zurückbleiben, warum niemand auf die Warnungen gehört hat.
