Weitere Strafverfahren gegen Mitglieder des Leverkusener Al-Zein-Clans!

Drei Wochen nach den Schuldsprüchen gegen die Köpfe der Leverkusener Al Zein-Großfamilie mit mehrjährigen Haftstrafen hat die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft weitere Strafverfahren gegen die Verurteilten bestätigt. Der Sprecher der zentralen Ansprechstelle für die Verfolgung organisierter Straftaten, Julius Sterzel, sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass „in dem Gesamtkomplex die Ermittlungen wegen Geldwäsche weiter andauern“. Nähere Angaben wollte der Staatsanwalt nicht machen.

Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, geht es den Ermittlern unter anderem um 15 Überweisungen an den drittältesten Sohn des Clan-Chefs, die mutmaßlich aus schwarzen Quellen stammen. Mit einem sechsstelligen Betrag als Eigenkapital und einer Scheinanstellung als Gebäudereiniger konnte das Familienmitglied einen Bank-Kredit von einer halben Million für den Kauf einer Villa in Leverkusen-Rheindorf ergattern. Die Ermittler versuchen immer noch nachzuweisen, dass der Eigenanteil aus kriminellen Geschäften der Großfamilie stammte.

Überdies untersuchen die Strafverfolger Investments des Leverkusener Clans in eine Immobilienfirma. Eine halbe Million Euro soll die Großfamilie in eine Gesellschaft in Solingen gesteckt haben. Aus anderen ominösen Quellen flossen weitere Einlagen in sechsstelliger Höhe. Die Staatsanwaltschaft versucht nun herauszufinden, woher die hohen Investitionen kommen.

Das Bau-Unternehmen bildete laut Vermerken der Ermittler offenbar eine legale Fassade, um Schwarzgeld durchzuschleusen. Zudem übernahm die Firma auch Reparaturen an der Rheindorfer Familien-Villa der Al Zeins.

Kölner Stadt-Anzeiger