BENKO-SCHOCK IN INNSBRUCK! Luxus-Tasche und Fußfessel – Ex-Milliardär drohen 10 Jahre Haft wegen 5-Millionen-Betrugs an Haselsteiner!

Innsbruck (Österreich) – Der gefallene Immobilien-Tycoon und Signa-Gründer René Benko (49) steht erneut im Zentrum eines spektakulären Prozesses am Landesgericht. Mit einer auffälligen Luxus-Tasche von Louis Vuitton betrat der Pleite-Milliardär den Gerichtssaal, während ihm eine elektronische Fußfessel den Hausarrest sichert. Erst im September wurde seine Haftstrafe wegen betrügerischer Krida auf 30 Monate erhöht. Nun geht es um seine Freiheit – und um schwere Vorwürfe, die den Zusammenbruch seines Imperiums weiter aufrollen.

Am Mittwoch, dem 4. November 2026, begann der Schöffenprozess wegen schweren Betrugs und betrügerischer Krida. Benko soll die Familienstiftung seines langjährigen Weggefährten Hans Peter Haselsteiner (82) um rund fünf Millionen Euro geschädigt haben. Die Stiftung hatte 2022 Signa-Development-Aktien im Volumen von fünf Millionen Euro erworben. Laut Anklage gab Benko am 6. November 2023 – knapp vor der Signa-Insolvenz – eine persönliche Garantie ab. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wirft ihm vor, Vertreter der Stiftung mit einer „wahrheitswidrigen Garantie“ getäuscht zu haben. Rund 3,3 Millionen Euro sollen an die Signa Holding überwiesen und von der Rückforderung weiterer 1,7 Millionen Euro Abstand genommen worden sein. Die Rückzahlung bis spätestens 30. Juni 2024 blieb aus. Der Schaden beläuft sich auf insgesamt rund fünf Millionen Euro. Zusätzlich soll Benko ein wertvolles Jagdgewehr im Wert von 80.000 Euro vor seinen Gläubigern verborgen haben. Nach der Insolvenz beantragte er laut Staatsanwältin Tea Krasa eine Waffenbesitzkarte für genau diese Waffe – ein Indiz für betrügerische Krida.

Benko bestreitet alle Vorwürfe. Sein Anwalt Norbert Wess nannte den Betrugsvorwurf „abenteuerlich“ und machte Haselsteiner zum eigentlichen Akteur: Nach dem Privatkonkurs im März 2024 habe dieser massiv Druck gemacht und gesagt, die Sache könne „unter uns bleiben“. Wess betonte, es fehle am Schaden, da Haselsteiner eine überfällige Forderung beglichen habe. Die Staatsanwältin hingegen erklärte, Benko habe niemals vorgehabt, die fünf Millionen zurückzuzahlen – es sei ihm nur um Täuschung gegangen. Er wolle bis heute keine Verantwortung übernehmen. Der Prozess ist auf zwei Tage angesetzt (Mittwoch und Donnerstag), jeweils von 8.45 bis 20 Uhr. Bei einer Verurteilung drohen Benko bis zu zehn Jahre Haft. Er sitzt schweigend im Saal, wirkt erholter als zuvor und gibt an, kein Einkommen und kein Vermögen zu haben. Auf die Frage nach dem Alter seiner Kinder antwortete er: 11, 14 und 22 Jahre. Von der Fußfessel ist unter der Hose nichts zu sehen. Die Louis-Vuitton-Tasche (Modell Taurillon Aerogram Lockit M59158) ist auf dem Gebrauchtmarkt für rund 3800 Euro zu haben – ein Kontrast zum angeblichen Null-Vermögen.

Der einstige Star der Immobilienbranche, der mit Signa ein Imperium aus Luxusimmobilien aufbaute, kämpft um sein Image und seine Freiheit. Die Fußfessel nach der Entlassung aus der U-Haft Mitte Oktober symbolisiert den tiefen Fall. Haselsteiner, einer der reichsten Österreicher und ehemaliger Strabag-Chef, wird als Zeuge erwartet. Die Vorwürfe wiegen schwer: schwere Täuschung kurz vor dem Zusammenbruch und das Verbergen von Werten. Viele Beobachter sehen darin ein weiteres Kapitel der Signa-Pleite, die Gläubiger und Investoren schwer traf.

Die Atmosphäre im Landesgericht Innsbruck ist angespannt. Benko hört der Anklage gebannt zu, sein Gesicht der Staatsanwältin zugewandt. Sein Anwalt ledet los und stellt die Tatbestände infrage. Für die Öffentlichkeit ist es ein Drama zwischen Reichtum und Ruin, zwischen Garantie und Insolvenz. Die Unschuldsvermutung gilt, doch die Fakten der Anklage zeichnen ein Bild von Druck, Versprechen und enttäuschten Erwartungen. Der Fall Haselsteiner zeigt, wie eng die Kreise in der österreichischen Wirtschaft waren – und wie schnell sie zerbrechen konnten.

Für Benko geht es um mehr als nur ein Urteil. Nach früheren Verurteilungen und Freisprüchen seiner Ehefrau in anderen Verfahren steht er vor einer weiteren Bewährungsprobe. Der Prozess könnte Klarheit über die letzten Monate vor der Signa-Insolvenz bringen. Ob die Garantie wahrheitswidrig war oder eine bereits überfällige Forderung betraf, entscheidet das Gericht. Die Boulevard-Öffentlichkeit verfolgt jeden Schritt – von der Luxus-Tasche bis zur Fußfessel. Der gefallene Milliardär bleibt eine Figur, die polarisiert und fasziniert.

Quellen:

  1. ORF Tirol: Benko steht erneut in Innsbruck vor Gericht – https://tirol.orf.at/stories/3378030/
  2. Heute.at: 10 Jahre Haft drohen – René Benko muss jetzt schon wieder vor den Richter – https://www.heute.at/s/rene-benko-muss-jetzt-schon-wieder-vor-den-richter-120276422
  3. Kurier: René Benko wegen mutmaßlichen Millionenbetrugs angeklagt – https://kurier.at/wirtschaft/rene-benko-wegen-mutmasslichen-millionenbetrugs-angeklagt/403202563

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