DOUGLAS MACHT SAMSTAG 12 FILIALEN DICHT! PARFÜM-RIESE VERRAMMELT AUS ANGST VOR HALLOWEEN-KRAWALLEN DIE TÜREN – UND VERRÄT NICHT EINMAL, WO!

Symbolfoto: geschlossene Parfümerie mit heruntergelassenem Rollladen und Sperrholz vor dem Schaufenster
Symbolfoto – Bild KI-generiert

Düsseldorf – Krawall-Alarm im Beauty-Paradies! Die Parfümeriekette Douglas lässt an diesem Samstag, dem 31. Oktober 2026, sicherheitshalber 12 Filialen in Deutschland komplett geschlossen. Der Grund: die bundesweit angekündigten Jugendproteste der Initiative „Gen Z regelt“ – ausgerechnet an Halloween! Wo genau die Rollläden unten bleiben, verrät der Konzern nicht. „Aus Sicherheitsgründen“, heißt es knapp!

Die Bombe platzte am Donnerstag, dem 29. Oktober, gegen 12.30 Uhr über die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Eine Douglas-Sprecherin erklärte auf Anfrage wörtlich: „Die Sicherheit unserer Mitarbeitenden und Kundinnen und Kunden hat für uns höchste Priorität.“ Daher habe man auf Basis einer Risikobewertung vorsorgliche Maßnahmen an ausgewählten Standorten getroffen. „Dazu zählt auch die präventive Schließung von zwölf besonders exponierten Stores am 31. Oktober.“ Ergänzend seien an betroffenen Standorten „angemessene Sicherheitsvorkehrungen“ ergriffen worden – welche genau, dazu schweigt das Unternehmen ebenfalls „aus Sicherheitsgründen“. Ziel sei es, den Beschäftigten ein sicheres Arbeitsumfeld zu bieten. Und dann noch der fromme Wunsch: „Grundsätzlich hoffen wir auf einen friedlichen Verlauf der angekündigten Demonstrationen.“

Zur Einordnung: Douglas zählte Ende Juni in Deutschland 347 Filialen. Die 12 Schließungen betreffen damit rund 3,5 Prozent des deutschen Filialnetzes – aber eben die „besonders exponierten“, also die Läden in den Top-Lagen der Innenstädte, wo am Samstag demonstriert werden soll. Die BILD brachte es am Nachmittag auf den Punkt: „Das riecht nach Krawall-Demos“. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Samstag deshalb zu Hause bleiben, ob sie bezahlt werden oder in andere Filialen ausweichen, hat Douglas nach unserem Kenntnisstand nicht mitgeteilt. Auch Agenturen und Zeitungen nennen dazu keine Zahlen.

Mehrere Medien bebilderten die dpa-Meldung mit einem Agenturfoto der Douglas-Filiale an der Düsseldorfer Prachtmeile Königsallee. Doch selbst das Handelsblatt schreibt in der Bildunterschrift ausdrücklich: Ob auch sie am Samstag sicherheitshalber geschlossen bleibt, teilte das Unternehmen nicht mit. Eine offizielle Liste der 12 Standorte gibt es bis heute Abend nicht. Klar ist nur ein einziger Fall in die andere Richtung: In Hamm (Nordrhein-Westfalen) soll die Douglas-Filiale im Allee-Center geöffnet bleiben. Centermanager Markus Haas sagte dem Westfälischen Anzeiger (wa.de), sie dürfte geöffnet sein, „weil in Hamm keine Demos angekündigt sind“.

Kleiner Treppenwitz am Rande: Die Zahl 12 ist bei Douglas in diesem Jahr schon einmal aufgetaucht. Laut eigener Pressemitteilung vom 12. Mai 2026 hat der Konzern im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 11 neue Filialen eröffnet und 12 geschlossen, dazu 20 bestehende Filialen umgebaut. Außerdem beschloss die Gruppe, bis Ende Juni 2026 10 der 18 Parfümerie-Akzente-Filialen der Tochter Parfumdreams in Deutschland dichtzumachen. Das hat mit dem Protest-Samstag nichts zu tun – zeigt aber, dass der Riese ohnehin im Umbau steckt: Das Tempo bei Neueröffnungen wird gedrosselt, das Geld fließt verstärkt ins Online-Geschäft.

Die nackten Zahlen des Konzerns: Die DOUGLAS Group betrieb zum 31. März 2026 europaweit 1.970 Filialen (inklusive Franchise), erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 4,58 Milliarden Euro und beschäftigte mehr als 19.900 Menschen. Im Segment DACHNL – also Deutschland, Österreich, Schweiz und Niederlande zusammen – arbeiteten zum Stichtag 30. September 2025 laut Geschäftsbericht 7.921 Beschäftigte, davon 91 Prozent in den Filialen, 95 Prozent Frauen, 72 Prozent in Teilzeit. Eine eigene Zahl nur für Deutschland weist der Bericht nicht aus. Im zweiten Quartal 2025/26 stand unterm Strich ein Nettoverlust von 124,6 Millionen Euro, vor allem wegen Abschreibungen von 99 Millionen Euro auf das Frankreich-Geschäft (Nocibé) und Parfumdreams. Die Umsatzprognose für 2025/26 wurde am 30. April auf das untere Ende der Spanne von 4,65 bis 4,80 Milliarden Euro gesenkt. Ein umsatzstarker Samstag im Herbst, an dem 12 Top-Läden zu sind, tut da doppelt weh!

Und wogegen richtet sich die Angst? Gegen den Protesttag „Gen Z regelt“ beziehungsweise „Gen Z steht auf“. Die Initiative versteht sich laut tagesschau.de als solidarisch mit den Schülerprotesten in Frankreich und listet auf ihrer Website sechs Forderungen: Geld für Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie statt Kürzungen, ein bezahlbares Leben, gerechte Lastenverteilung statt Sparen bei der jungen Generation, „Nein zur Wehrpflicht“, Schutz der Grundrechte statt Ausbau der Überwachung sowie „konsequenter Klimaschutz jetzt“. Wer konkret dahintersteckt, ist unklar: Das Impressum der Website wurde laut tagesschau.de binnen einer Woche zweimal geändert, am Donnerstag stand dort eine Schweizer Anschrift. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung ist der Bundessprecher der Bewegung sogar zurückgetreten – er sehe einen gemeinsamen friedlichen Rahmen „nicht mehr ausreichend abgesichert“!

Achtung, Zahlen-Chaos: Wie viele Städte am Samstag eigentlich betroffen sind, darüber sind sich die Medien nicht einig. Der SPIEGEL schreibt von Protestaufrufen in 30 Städten, tagesschau.de von „rund 30“. BILD und RTL melden dagegen Aktionen in 23 Städten – laut RTL betreut „GenZ regelt!“ in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt am Main und Köln die Demos selbst, in 18 weiteren Städten schließe man sich örtlichen Initiativen an. Eine dpa-Meldung im Handelsblatt vom frühen Donnerstagmorgen nannte wiederum „vorerst 32 Städte“. Genannt werden unter anderem Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, München, Nürnberg, Augsburg, Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Düsseldorf und Hannover. In Hamburg findet laut Polizei gegenüber RTL eine eigene Gen-Z-Versammlung inzwischen gar nicht mehr statt – Interessierte könnten sich aber einer angemeldeten Demo gegen die Wehrpflicht (erwartet: 1.000 bis 2.000 Teilnehmer) anschließen.

Auch bei den Teilnehmerzahlen klafft eine riesige Lücke zwischen Internet und Wirklichkeit! Laut RTL haben fast 140.000 Menschen online ihre Teilnahme zugesagt – unter anderem rund 12.000 für Köln, knapp 11.000 für Frankfurt, mehr als 8.000 für Berlin und knapp 7.000 für München. Doch die Polizei rechnet anders: In Frankfurt erwarten die Veranstalter 11.500 Teilnehmende, die Polizei geht laut hr von etwa 2.000 aus, in erster Linie Schülerinnen und Schüler. In Düsseldorf kündigten auf der Aktionsseite mehr als 5.000 Menschen ihre Teilnahme an – offiziell angemeldet ist laut Polizei aber nur eine Demo einer Privatperson gegen Sozialkürzungen mit 500 Teilnehmern. In Hannover standen laut BILD rund 1.900 Online-Zusagen einer angemeldeten Teilnehmerzahl im mittleren zweistelligen Bereich gegenüber.

In Frankfurt wird es konkret: Zwei Demonstrationszüge starten an der Weseler Werft im Ostend, unweit der Europäischen Zentralbank – um 14.15 Uhr die „Generation Aufbruch“, um 14.45 Uhr die „Gen Z“. Die Route führt am Mainufer entlang und über die Wallanlagen rund um die Innenstadt, Ende gegen 19 Uhr. Auflagen: Verbot von Pyrotechnik, Glasflaschen und Alkohol. Für den Abend kündigte die Polizei verstärkte Personenkontrollen auf der Zeil an. Laut F.A.Z. bleiben dort unter anderem das Schmuckgeschäft Moseler und Reichert am Römerberg, der Juwelier Bucherer, das Pelzhaus Türpitz nahe der Hauptwache und die Gaststätte Binding am Samstag geschlossen. Pelzhändler Thomas Türpitz schimpft: „Wir werden alleingelassen.“ Seine Frau Nicole: „Ich bin wirklich sauer.“ Die Ware wird komplett weggeräumt – „Man weiß nicht, was abseits der Kundgebung in der Nacht noch passiert.“

Auf der Düsseldorfer Kö stehen laut dpa schon zwei Tage vor den Kundgebungen Baugerüste und Sperrholzplatten vor Edelboutiquen. Juweliere und Modegeschäfte wollen teils ganztägig schließen, andere verschalen Fenster und Fassaden. Andrea Greuner, Geschäftsführerin der Interessengemeinschaft Königsallee: „Wir wissen alle nicht, was da kommt. Das ist Prävention.“ Der Modehändler Apropos verkürzt vorsorglich die Öffnungszeiten seiner Geschäfte in Berlin, Düsseldorf und Köln. Die Angst hat einen Namen: Frankreich. In Lyon wurde laut BILD bei Protesten Mitte Oktober unter anderem ein Tourismusbüro abgefackelt. In Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und Albanien gingen laut tagesschau.de zuletzt Zehntausende auf die Straße – immer wieder mit Plünderungen, brennenden Barrikaden und Angriffen auf Sicherheitskräfte.

Auch die Wirtschaftsverbände schlagen Alarm! Der Handelsverband Deutschland (HDE), der Immobilienverband ZIA und der Handelsimmobilien-Verband GCSP warnten in einem nicht öffentlichen Brief an Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), der dpa vorliegt: „Besonders besorgniserregend ist die Einschätzung, dass Angriffe auf Gewerbebetriebe, insbesondere auf Einzelhandelsgeschäfte und Shopping-Center, durch Sachbeschädigungen, Vandalismus oder Plünderungen nicht ausgeschlossen werden können.“ Gefordert wird eine „sichtbare und ausreichend dimensionierte Polizeipräsenz“. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth: „Französische Verhältnisse kann und will ich mir auf unseren Straßen und in unseren Innenstädten nicht vorstellen.“

Und die Sicherheitsbehörden? Das Bundesinnenministerium sieht nach eigener Aussage keine konkreten Aufrufe zu Gewalt, stellt aber fest, dass Teile der linksextremistischen Szene und vereinzelt Gruppierungen aus dem auslandsbezogenen Extremismus die Aufrufe aufgreifen und mitmobilisieren. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) warnte vor einer Eskalation nach französischem Vorbild. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) sprach vom gezielten Versuch, französische Verhältnisse nach Deutschland zu holen – man habe sich bewusst Halloween ausgesucht. CDU-Innenexperte Alexander Throm sagte dem Handelsblatt, die Demos könnten von Linksextremisten und Kriminellen mit Migrationshintergrund „gekapert“ werden: „Da bildet sich eine unheilvolle Allianz.“ Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel sieht zwar Aufrufe mit Frankreich-Bezug, bislang aber keine konkreten Hinweise auf geplante Plünderungen.

Stuttgarts Polizeipräsident Markus Eisenbraun kündigte an, bei Störungen „sofort, konsequent und niederschwellig“ einzuschreiten: „In diesem Fall gilt das Motto: Die Polizei regelt.“ Nach aktualisierten Erkenntnissen gebe es Hinweise auf mögliche Störungen bei der Versammlung in Stuttgart. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) warnte davor, Halloween-Masken zur Vermummung zu missbrauchen: „Halloween ist das eine, die Demonstration ist das andere.“ Gegenwind kommt von den Grünen: Parteichef Felix Banaszak warf der Union im RND vor, die Proteste „präventiv schon mal zu kriminalisieren“. Die Bundesschülerkonferenz hat sich von den Protesten distanziert und plant eine eigene Demo am 20. November in Berlin.

Was bleibt, ist ein bitterer Beigeschmack. Ein Traditionshändler, der seit Generationen für Glanz, Duft und Luxus in den Fußgängerzonen steht, verriegelt vorsorglich seine Türen, weil er der Lage auf den eigenen Straßen nicht mehr traut. Das ist kein gutes Zeichen für die Innenstädte, die ohnehin unter Leerstand, Online-Konkurrenz und sinkender Kundenfrequenz ächzen.

Für die Verkäuferinnen hinter den Theken ist es ein Wochenende voller Fragezeichen. Öffentlich ist bislang nicht bekannt, wie der Konzern seine Belegschaft an den betroffenen Standorten einplant und informiert. Dass der Konzern die betroffenen Standorte geheim hält, mag polizeitaktisch nachvollziehbar sein – Transparenz gegenüber Kundschaft und Öffentlichkeit sieht aber anders aus.

Und die Politik? Sie diskutiert, warnt und appelliert, während Händler längst Fakten schaffen. Wenn Sperrholz vor Schaufenstern zur neuen Normalität wird, dann hat der Staat ein Problem mit seinem wichtigsten Versprechen: dass jeder Bürger, jeder Händler und jede Kundin sich in der eigenen Stadt sicher fühlen darf. Ob der Samstag friedlich bleibt, wird sich zeigen – die Botschaft der geschlossenen Türen ist schon jetzt angekommen.

Fazit: 12 Douglas-Filialen dicht, Juweliere verrammelt, Sperrholz auf der Kö – Deutschland bereitet sich auf einen Halloween-Samstag vor, wie man ihn so kaum kennt! Hoffen wir, dass am Ende nur die Kostüme gruselig waren!

Quellen:
BILD – Das riecht nach Krawall-Demos: Douglas macht Samstag 12 Filialen dicht: https://www.bild.de/politik/inland/das-riecht-nach-krawall-demos-douglas-macht-samstag-12-filialen-dicht-6ae33838981b80c0b7985991
SPIEGEL – Douglas schließt wegen Jugendprotesten am Samstag zwölf Filialen: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/douglas-schliesst-wegen-jugendprotesten-am-samstag-zwoelf-filialen-a-39a736c9-5ae9-4436-9b54-13d6ae01fa57
Handelsblatt/dpa – Douglas hält Samstag zwölf Filialen geschlossen: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/jugendproteste-douglas-haelt-samstag-zwoelf-filialen-geschlossen/100265909.html
wa.de – Douglas schließt 12 Filialen – Hamm bleibt offen: https://www.wa.de/hamm/douglas-schliesst-12-filialen-wegen-jugendprotesten-hamm-bleibt-offen-94564740.html
tagesschau.de – Wer am Samstag auf die Straße geht: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/gen-z-regelt-proteste-100.html
Handelsblatt/dpa – Verbände fordern Polizeipräsenz: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/brief-an-innenminister-angriffe-auf-geschaefte-verbaende-fordern-polizeipraesenz/100265765.html
F.A.Z. – Gen-Z-Demo in Frankfurt: Händler schließen Läden: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wirtschaft/gen-z-demo-in-frankfurt-haendler-schliessen-laeden-oder-buchen-sicherheitsdienste-201629740.html
tagesschau.de/hr – Zwei Gen-Z-Demos in Frankfurt: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-gleich-zwei-gen-z-demos-am-samstag-in-frankfurt-polizei-mit-grossaufgebot-100.html
hessenschau.de – Halloween-Kostüme stellen Polizei vor Probleme: https://www.hessenschau.de/panorama/gen-z-protest-in-frankfurt-halloween-kostueme-stellen-polizei-vor-probleme-v1,gen-z-demo-halloween-vermummung-100.html
RTL – „Gen Z regelt“-Proteste an Halloween – diese Städte sind dabei: https://www.rtl.de/news/gen-z-regelt-proteste-an-halloween-diese-staedte-sind-dabei-id31466141.html
Polizeipräsidium Stuttgart – Demonstration am 31. Oktober: https://ppstuttgart.polizei-bw.de/demonstration-stuttgart-31-oktober-2026/
DOUGLAS Group – Pressemitteilung Q2 2025/26: https://douglas.group/de/newsroom/pressemitteilungen/douglas-group-steigert-umsatz-im-q2-202526-und-treibt-strategie-fuer-kuenftiges-wachstum-voran
DOUGLAS Group – Geschäftsbericht 2024/25 (PDF): https://douglas.group/fileadmin/user_upload/DOUGLAS_Geschaeftsbericht_2024-2025_DE.pdf

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