Berlin erlebt den nächsten Schock um einen öffentlich finanzierten Sender: Ausgerechnet bei der Deutschen Welle sollen freie Korrespondenten tätig gewesen sein, auf deren öffentlich sichtbaren Profilen blanker Judenhass, Terror-Verherrlichung und Propaganda gegen Israel zu sehen waren. Was dort auf Facebook und Instagram auftauchte, sprengt jeden Rahmen dessen, was bei einem deutschen Auslandssender auch nur ansatzweise hinnehmbar wäre. Statt journalistischer Distanz fanden sich dort üble Beschimpfungen, Jubel über Gewalt, Landkarten ohne Israel und Botschaften, die offen mit der Auslöschung des jüdischen Staates spielten. Besonders brisant: Bezahlt wurden diese Inhalte-Lieferanten indirekt aus deutschem Steuergeld – während sie im Netz Positionen verbreiteten, die den Grundwerten eines demokratischen Rechtsstaats frontal widersprechen.
Im Mittelpunkt der Affäre steht die Irak-Korrespondentin Amal Saqr. Nach dem Hamas-Massaker gegen Israel soll sie auf Social Media mit drastischen und israelfeindlichen Beiträgen aufgefallen sein. Dazu kamen spätere Einträge, in denen erfundene Entführungsmeldungen über israelische Diplomaten gefeiert und das iranische Regime offen unterstützt worden sein sollen. Die Deutsche Welle reagierte erst nach einer Anfrage und erklärte, Saqr sei nur testweise als Freiberuflerin für Inhalte aus dem Irak eingesetzt worden. Nun werde sie vorerst nicht weiter beauftragt. Doch der Fall ist nur die halbe Explosion: Auch gegen den Gaza-Reporter Mohammed Al-Kahlout stehen massive Vorwürfe im Raum. Auf seinem Instagram-Auftritt sollen mehrfach Inhalte erschienen sein, in denen islamistische Kämpfer verklärt, Hamas-Symbole eingebunden und Karten ohne Israel verbreitet wurden. Zunächst hieß es, er habe die Beiträge nicht selbst aktiv geteilt. Doch genau diese Darstellung geriet unter Druck, weil die Veröffentlichungen auf seinem Profil offenbar nicht zufällig auftauchten, sondern nur nach aktiver Zustimmung sichtbar wurden.
Damit steht die Deutsche Welle vor einem gewaltigen Glaubwürdigkeitsproblem. Der Sender betont, die beanstandeten Beiträge seien nicht bekannt gewesen und widersprächen klar den eigenen Werten, dem Verhaltenskodex sowie den Maßstäben für feste und freie Mitarbeiter. Außerdem verweist die DW auf ein wertebasiertes Recruiting und eine Prüfung öffentlicher Social-Media-Auftritte bei externen Beauftragungen. Trotzdem bleibt die entscheidende Frage wie ein Donnerschlag im Raum stehen: Wie konnten Personen für einen deutschen Sender arbeiten, obwohl auf ihren öffentlich zugänglichen Kanälen derart verstörende Inhalte zu sehen gewesen sein sollen? Der Fall ist deshalb mehr als nur ein peinlicher Personalfehler. Er ist ein politischer und moralischer Offenbarungseid, weil er zeigt, wie nah antisemitische und extremistische Propaganda offenbar an Strukturen herankommen konnte, die eigentlich für Glaubwürdigkeit, Aufklärung und demokratische Werte stehen müssten.
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