Berlin kocht vor Wut! Was sich das Bundesfinanzministerium in den sozialen Netzwerken geleistet hat, wirkt auf viele Bürger wie ein Schlag ins Gesicht. Statt Demut angesichts wachsender Schuldenberge und immer neuer finanzieller Belastungen für die Menschen im Land, reagiert das Haus von Vizekanzler Lars Klingbeil mit einem einzigen Emoji – und sonst nichts. Ein digitales „Pssst“-Symbol soll offenbar genügen, um eine ernste Debatte einfach wegzulächeln. Für viele wirkt das nicht witzig, sondern überheblich und respektlos.
Auslöser des Aufruhrs war die Entscheidung einer Sprach-Jury, das Wort „Sondervermögen“ zum Unwort des Jahres zu küren. Die Begründung: Der Begriff verschleiere in Wahrheit knallharte neue Schulden und verkaufe sie als harmlose Rücklagen. Genau diese Kritik hätte Anlass für eine ehrliche Auseinandersetzung sein müssen. Doch statt sich den Vorwürfen zu stellen, postete das Ministerium lediglich den großen Schweige-Emoji. Kein erklärendes Wort, keine Einordnung, keine Selbstkritik – nur digitale Funkstille.
Der Spott ließ nicht lange auf sich warten. In den Kommentarspalten brach ein regelrechter Sturm der Entrüstung los. Bürger werfen der Behörde Arroganz, Abgehobenheit und mangelnden Respekt vor der Öffentlichkeit vor. Viele fragen sich, ob die Verantwortlichen überhaupt noch verstehen, wie ernst die Lage im Land ist. Ein Ministerium, das mit Steuergeldern und Zukunftsfragen jongliert, sollte mehr zu bieten haben als ein kindisches Symbol. Doch dieser Auftritt hinterlässt vor allem eines: einen bitteren Nachgeschmack von Ignoranz und politischer Selbstgefälligkeit.
