Rüsselsheim – Was als harmloses Treffen nach einem Kontakt über eine Dating-App begann, entwickelte sich innerhalb weniger Augenblicke zu einem dramatischen Albtraum. Ein Mann hatte sich nachts mit einer vermeintlich jungen Frau verabredet und war zu dem vereinbarten Treffpunkt gefahren. Doch statt der angekündigten Bekanntschaft wartete dort ein völlig anderer Mensch auf ihn. Nach Angaben der Ermittler wurde der Mann unvermittelt mit einer Schusswaffe bedroht und zur Herausgabe von Geld aufgefordert. Die Situation eskalierte innerhalb kürzester Zeit und ließ keinen Zweifel daran, dass das Treffen offenbar von Anfang an eine perfide Falle gewesen sein könnte.
Doch der mutmaßliche Raubüberfall verlief anders als von dem Täter offenbar geplant. Dem Bedrohten gelang es, in einem günstigen Moment die Flucht zu ergreifen und sich der gefährlichen Situation zu entziehen. Der Angreifer konnte sein Vorhaben damit nicht vollenden. Das Opfer blieb nach bisherigen Erkenntnissen körperlich unverletzt, dürfte den Schock des nächtlichen Erlebnisses jedoch so schnell nicht vergessen. Die Ermittler gehen den Hintergründen des Vorfalls mit Hochdruck nach und prüfen insbesondere, ob das vermeintliche Dating-Profil gezielt eingerichtet wurde, um potenzielle Opfer in einen Hinterhalt zu locken.
Nach den bisherigen Erkenntnissen soll der bewaffnete Täter jung, schlank und vollständig dunkel gekleidet gewesen sein. Auffällig seien außerdem ein Schnurrbart sowie ein Ziegenbart gewesen. In unmittelbarer Nähe des Tatortes bemerkte das Opfer zudem einen weiteren Mann, der möglicherweise als Begleiter oder Komplize fungiert haben könnte. Auch dieser soll dunkel gekleidet gewesen sein und trug nach Angaben des Geschädigten einen Schnurrbart sowie eine Glatze. Der Zeuge äußerte gegenüber der Polizei zudem die Vermutung, dass beide Männer aus Nordafrika stammen könnten. Ob diese Einschätzung zutrifft, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den beschriebenen Personen geben können, sich mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.
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