Impfstoffpräferenz hängt von Region, Geschlecht und Einkommen ab

Aufgezogene Impfspritzen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Präferenz für bestimmte Corona-Impfstoffe hängt von Region, Geschlecht und Einkommen ab. Das ergab eine Umfrage des Sozialforschungsinstituts Infas unter Impfwilligen in Deutschland im April, über die die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet. Auf die Frage "Wenn Sie wählen könnten, mit welchem Impfstoff würden Sie sich impfen lassen?" antworteten demnach etwa 15 Prozent der Männer, dass sie den russischen Wirkstoff Sputnik V wählen würden, jedoch lediglich vier Prozent der Frauen; Sputnik V ist in der EU noch nicht zugelassen.

Bei den weiblichen Befragten steht mit 60 Prozent Präferenz für Biontech und mit 15 Prozent zu Moderna die mRNA-Technologie hoch im Kurs. Bei Männern fällt die Zustimmung mit 41 und sechs Prozent niedriger aus. Bei den Befragten mit geringem Einkommen gibt es ebenfalls eine höhere Präferenz von Sputnik V als bei Befragten mit höherem Einkommen. Zudem lässt sich ein klares Ost-West-Gefälle erkennen. Während Sputnik V in den westlichen Bundesländern zum Zeitpunkt der Befragung gerade einmal die Präferenz von sieben Prozent der Befragten erhielt, würden in den östlichen Bundesländern und Berlin 23 Prozent dieses Mittel wählen. Einzige Konstante der Befragung ist die hohe Zustimmung zum Impfstoff von Biontech: Auch wenn die Zustimmungswerte durchaus schwanken, landete er stets auf dem ersten Platz. Die Erhebung fand im April statt und basiert auf einer Zufallsstichprobe von insgesamt 1.006 Befragten.

Foto: Aufgezogene Impfspritzen, über dts Nachrichtenagentur

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