Uni-Klinik #Magdeburg: Erhebliche Mängel in der #Pathologie und #Rechtsmedizin!

 

Magdeburg. Das Landesamt für Verbraucherschutz hat erhebliche Mängel in der Pathologie und am Rechtsmedizin-Standort Magdeburg festgestellt. Unter anderem kritisieren Prüfer eine „nicht gerechte Lagerung von bereits obduzierten und noch nicht obduzierten Leichen“. Das geht aus einer Anfrage der Linken-Politikerin Eva von Angern hervor, die der MZ vorliegt (Dienstag-Ausgabe). Justizexpertin von Angern sprach angesichts der Mängelliste von „unhaltbaren Zuständen“, die beseitigt werden müssten. So kritisierten die Prüfer, dass bereits obduzierte und nicht-obduzierte Leichen zusammen gelagert wurden. Gemeinsames Lagern entspreche „nicht mehr dem Stand der Technik“. Hintergrund der strengen Regelung: Bei geöffneten Leichen besteht erhöhte Infektionsgefahr. Doch die Liste der Prüfer ist länger: So seien Oberflächen der Leichenwagen teils „schadhaft“ gewesen und eine sachgemäße Reinigung und Desinfizierung somit nicht möglich. Zudem seien Arbeitsflächen und Arbeitsmittel im Sektionssaal teils korrodiert. Einige offenstehende Gefahrstoff- und Entsorgungsbehälter seien inkorrekt oder gar nicht beschriftet gewesen. Allein an den Rechtsmedizin-Standorten Halle und Magdeburg werden jährlich rund 750 tote Körper obduziert.

 

Mitteldeutsche Zeitung